
Professionelle Entsorgung von PV-Modulen
Die fachgerechte Entsorgung von PV-Modulen stellt aufgrund der komplexen Verbundmaterialien und der schadstoffhaltigen Komponenten extrem hohe Anforderungen an die Logistik und die technische Behandlung. Ob großflächiger Rückbau bei Solarparks, defekte Solarmodule nach einem Hagelschaden oder ausgediente Generatoren aus gewerblichen Dachanlagen – wir stehen Ihnen als zertifizierter Partner tatkräftig zur Seite.
Fachgerechte Abnahme: Diese Gerätegruppen übernehmen wir
Kristalline Silizium-Solarmodule
Diese Kategorie umfasst mono- und polykristalline Module aus gewerblichen Dachanlagen und Solarparks. Mono- und polykristalline Module bestehen aus einem stabilen Aluminiumrahmen, gehärtetem Frontglas, den eigentlichen Siliziumzellen und einer Kunststoff-Rückseitenfolie. Die fachgerechte Entsorgung von PV-Modulen dieser Bauart sichert die Rückgewinnung von hochwertigem Aluminium und Glas.
Dünnschichtmodule
Dünnschichtmodule basieren häufig auf Halbleiterverbindungen wie Cadmiumtellurid oder Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid. Aufgrund ihrer abweichenden Zusammensetzung und der enthaltenen, teils als gefährlich eingestuften Stoffe erfordern sie einen hochgradig spezialisierten Behandlungsprozess. Unsere Behandlungsanlagen sind für das sichere und umweltgerechte Photovoltaik Recycling dieser speziellen Modultypen zertifiziert.
Wechselrichter und Systemtechnik
Wechselrichter gelten nach dem ElektroG als eigenständige Elektro- und Elektronikaltgeräte und werden von uns getrennt erfasst. Wir holen Ihre ausgedienten Wechselrichter direkt mit ab und führen sie dem gesetzlich vorgeschriebenen Recyclingweg zu. So erhalten Sie eine lückenlose Lösung für Ihr gesamtes Solarsystem im Zuge der Entsorgung von Solarmodulen.
Montagesysteme und Verkabelung
Auch die metallischen Unterkonstruktionen aus Aluminium oder verzinktem Stahl sowie die gesamte Verkabelung der Anlage erfordern ein fachgerechtes Recycling. Wir übernehmen im Rahmen Ihres Gesamtauftrags auch die vollständige Verwertung dieser metallischen Fraktionen. Das spart Ihrem Unternehmen wertvolle Zeit und administrativen Aufwand.

Ihre Vorteile in der Zusammenarbeit mit EDS-R
Abholung direkt auf der Freifläche
Nahtlose Repowering-Taktung
Maximale CO₂-Reduktion und Ressourceneffizienz
Der Photovoltaik-Recyclingprozess: In vier Schritten zum Erfolg
Ein reibungsloser und nachvollziehbarer Ablauf ist das Fundament für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft und Ihre absolute Rechtssicherheit. Das eigentliche Photovoltaik Recycling folgt bei zertifizierten Partnerbetrieben einem technologisch optimierten, vierstufigen Verfahren. Dieser Prozess ist speziell darauf ausgelegt, die komplexen Materialverbindungen von Solarmodulen umweltschonend aufzutrennen und maximale Verwertungsquoten zu erzielen.
1. PV-Logistik und materialschonende Erfassung
Der Prozess beginnt mit der unversehrten Übernahme der Altgeräte. Um Beschädigungen an den sensiblen Kühlkreisläufen und einen vorzeitigen Austritt von Kältemitteln zu verhindern, stellen wir passgenaue Transportbehälter zur Verfügung. Unser Logistik-Fuhrpark übernimmt die Abholung Ihrer Großmengen und den Transport in ausgewählte Erstbehandlungsanlagen.
2. Sortenreine Separation und stoffliche Rückführung der Fraktionen
Nach der Übergabe zum Partnerbetrieb erfolgt die präzise Separation der High-Tech-Materialien. Durch hochentwickelte Trennverfahren wird das Verbundmaterial so tiefenwirksam aufgeschlossen, dass eine stoffliche Verwertungsquote von über 95 % erreicht wird.
Machen Sie den ersten Schritt zu einer sorgenfreien Entsorgung
Überlassen Sie die Komplexität der Kreislaufwirtschaft der eds-r GmbH und gewinnen Sie die Freiheit, sich wieder voll auf Ihr Geschäft zu konzentrieren.
Das sagen unsere Kunden
Effizientes Stoffstrommanagement durch unseren Systembetrieb
Die tragende Säule unseres Serviceversprechens ist unser intelligentes Systemkonzept und die digitale Steuerung der Stoffströme. Als überregional agierender Systembetrieb bündeln wir die Mengen über unsere logistischen Knotenpunkte in den Regionen Nürnberg und Augsburg. Von dieser strategischen Schnittstelle aus koordinieren wir den Weitertransport in die spezialisiertesten Verwertungsanlagen unseres Netzwerks. Das garantiert Ihnen kurze Wege bei der Erfassung, maximale Flexibilität bei Großprojekten und eine lückenlose, transparente Überwachung der gesamten Entsorgungskette aus einer Hand.

Einsparung von Tonnen CO₂ pro Tonne Photovoltaik-Schrott
Das chemiefreie und rein physikalische Verfahren ermöglicht im Vergleich zur Gewinnung von Primärrohstoffen eine Netto-Einsparung von 3,1 Tonnen CO₂-Äquivalenten (CO₂e) pro recycelter Tonne Solarmodule. Die Wiederverwertung des zurückgewonnenen Aluminiums spart im Vergleich zur Primäraluminiumgewinnung sogar bis zu 95 % an Energie ein.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist das rein mechanische Recyclingverfahren der thermischen Verwertung überlegen?
Klassische Recyclingverfahren verbrennen oft die Kunststoffschichten (EVA-Folien) der Module, um an die Solarzellen zu gelangen. Das patentierte Verfahren unseres Netzwerkpartners arbeitet rein mechanisch und lösungsmittelfrei. Die Schichten werden durch physikalische Prozesse voneinander gelöst. Das hat zwei entscheidende Vorteile: Es entstehen keine giftigen Emissionen oder CO₂-Belastungen durch Verbrennung, und die Kunststoffe sowie das extrem wertvolle Solarglas können in einem wesentlich höheren Reinheitsgrad wiedergewonnen werden.
Wie hoch ist die tatsächliche Recyclingquote bei den Photovoltaik-Modulen im Netzwerk?
Durch die innovative Anlagentechnik unseres Partners wird eine stoffliche Verwertungsquote von über 95 % des Gesamtgewichts eines Moduls erreicht. Während gesetzliche Mindestquoten oft schon durch das schwere Aluminium und grobes Glas erfüllt sind, geht unser Netzwerk-Ansatz tiefer: Auch das in den Solarzellen gebundene Silizium sowie das wertvolle Silber werden sortenrein vom Glas getrennt und isoliert. Das stellt die technologische Spitze des modernen Photovoltaik-Recyclings dar.
Was passiert mit dem zurückgewonnenen Solarglas (Flachglas)?
Solarglas ist hochtransparent und extrem eisenarm, um maximale Lichtdurchlässigkeit zu garantieren. Bei minderwertigen Recyclingverfahren wird dieses Glas oft nur zu minderwertigem Baustoff oder Dämmmaterial verarbeitet (Downcycling). Das mechanische Trennverfahren unseres Partners sichert das Flachglas in einer so hohen Sortenreinheit, dass es als vollwertiger Sekundärrohstoff zurück in die Flachglas- und Hohlglasindustrie fließen kann, um dort neue, hochwertige Glasprodukte zu entstehen zu lassen.
Wie wirtschaftlich ist das PV-Recycling bei Großprojekten wie dem Solarpark-Repowering?
Die Wirtschaftlichkeit des PV-Recyclings hängt stark von der Effizienz der Rohstoffrückgewinnung ab. Da unser Partnerbetrieb in der Lage ist, auch die wertvollen Edelmetalle wie Silber und hochreines Silizium in signifikanten Mengen sortenrein zurückzugewinnen (Urban Mining), gewinnt der gesamte Prozess an ökonomischem Wert. eds-r kombiniert diesen technologischen Vorteil mit einer straff durchorganisierten Großmengen-Logistik, wodurch wir Betreibern und Energieversorgern hocheffiziente und wirtschaftlich attraktive Gesamtkonditionen für ihre Projekte anbieten können.
Können alle Typen von PV-Modulen über den Systembetrieb abgewickelt werden?
Nein, über unseren Systembetrieb steuern wir nur die Erfassung und Logistik für die gängigen Modultechnologien. Der Schwerpunkt im mechanischen Recycling unseres Partners liegt auf den weit verbreiteten kristallinen Silizium-Modulen (c-Si), da hier die Rückgewinnung von Glas, Aluminium, Silizium und Silber den größten ökologischen und ökonomischen Hebel darstellt. Für Sonderfraktionen oder Dünnschichtmodule koordinieren wir innerhalb unseres Auditing-Netzwerks die jeweils spezialisierteste und rechtssicherste Verwertungslösung.
